111 Tipps für das Aquarellmalen (Teil 1)

Das ist der Beginn einer Reihe an vielen, vielen Tipps die das Aquarell malen zum Thema haben.

Wir starten mit Tipp 1 bis 3


Platz machen fürs Aquarell malen – Tipp 1

Beim Aquarellmalen gibt es auch mal Wartezeiten bis Teile eines Bildes trocken sind.

Deshalb kann es von Vorteil sein, schon vorher den Platz so gewählt zu haben, dass man die Aquarellbilder auch in Ruhe liegen lassen kann. Das kann manchmal eben, also waagrecht, sein oder aber auch mal auf einer schrägen Ebene.


Aquarellpinsel-Pflege bzw. trocknen lassen – Tipp 2

Es gibt drei Tode für einen Aquarellpinsel. 

  1. Man lässt ihn im Wassergefäss stehen. Da reichen schon wenige Minuten. Dann hat man einen krummen Hund. 
  2. Man lässt ihn öfters mit den Haaren nach oben in einem Glas oder ähnlichen trocknen. Die feuchteste Stelle ist dann die Wurzel der Haare in der Zwinge. Dort wo auch der Holzstiel beginnt. Das Holz wird nass, saugt sich voll, quillt auf und weitet die Zwinge. Diese wird dann locker und der Pinsel wackelt auf dem Stiel wie ein Kuhschwanz. Oder noch schlimmer, das Holz quillt immer wieder auf und trocknet dann mit Rissen oder verzieht sich komplett. Ein etwas krummer Stiel ist aber gar nicht toll. Ich dachte ja, dass das gar nicht so viel ausmacht. Aber beim Aquarellmalen dreht man den Pinsel auch oft zwischen den Fingern. Wenn der Stiel krumm ist, macht die Spitze des Aquarellpinsels dann was sie will und nicht was sie soll.
  3. Man nutzt ihn für andere Farbarten, wie Acryl, Lack oder gar Ölfarben. Er wird sich hinterher anders verhalten, da man die Farbreste selten gänzlich wieder aus den Haaren bekommt. 
  4. Ja – es gibt noch eine Todesart. Man benutzt die Aquarellpinsel für Maskierflüssigkeit. In der Literatur gibt es Tipps, wie das trotzdem gehen soll. Mir ist es noch nie gelungen. Für Maskierflüssigkeit einfach Metallstifte (Ziehfeder) oder Silikon-Form-Pinsel (Colour-/Color-Shaper) nehmen.

ALSO: Pinsel nach Möglichkeit immer im Liegen trocknen lassen oder wie es die Asiaten machen, mit den Haaren nach unten an einem kleinen Gestell aufhängen.

Dazu gibt es verschiedene Hilfsmittel: LINK Folgt  


Aquarellfarben vorbereiten zum Malen – Tipp 3

Das bezieht sich nun auf die Näpfchen. Die Farbe in den Näpfchen ist vor dem Pinselkontakt noch trocken. Obwohl manche Hersteller ihre Farbnäpfchen als Halbtrocken oder Nassfarben bezeichnen. Damit ist nichts anderes gemeint, als dass sie Glyzerin oder ein ähnliches Medium hinzugefügt haben, damit die Farben leicht anlösbar sind. Es ist also sinnvoll die Oberfläche der Aquarellfarbnäpfchen vor dem Malen etwas anzufeuchten. Das kann mit einem Pinsel geschehen, birgt aber das Risiko, dass man Farbe von Näpfchen zu Näpfchen trägt und damit die Aquarellfarben verunreinigt. Besser ist es dies mit einer kleinen Sprühflasche zu machen. (Eine alte kleine Pump-Deo-Flasche tut es da bei weitem.)


Und weiter geht es dann mit Teil 2

(c) Piet, Mal-Tipps.de

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