Dasrtellung Teil Grundausstattung Aquarell malen

Welche Grundausstattung brauche ich beim Aquarell?

Wer nach einer Grundausstattung für’s Aquarellmalen sucht, hat wahrscheinlich noch keine ( 🙂 ).

Das ist schlecht und doch gut.

Das Wichtigste ist das Aquarellpapier.

kleiner Stapel mit Aquarellpapierblöcken
kleiner Stapel mit rundgeleimten Aquarellpapierblöcken

Ja, das ist so. Ich unterrichte immer wieder Kinder in den Schulen in Kunst-AGs und den größten Schritt nach vorne, machen sie mit gutem Aquarellpapier. Weg von den Schulmalblöcken mit Ihrem 120gr Allerwelts-Papier. Es ist wirklich nur billig und hinderlich.

Wenn ich den Kindern aber ein gutes Aquarellpapier gebe, ihnen die Unterschiede zeige und auch den Wert des Papiers nahe bringe, dann entstehen ganz andere Werke.

Ich denke, Sie glauben mir nun, dass bei einer Erstausstattung fürs Aquarell das Papier ganz vorne stehen muss. Gilt eigentlich bei allen „Wasserfarben“.

Die nächste Überlegung gilt der Papiergröße, denn diese hat mehr Einfluss als Sie vielleicht denken. Die Größe des Aquarellpapiers hat deutliche Auswirkungen auf Ihre Auswahl der Farben und der Pinsel.

Woran können Sie Ihre Überlegungen ausrichten?

Ich will mal weitere Fragen stellen:

Wenn Sie Ihre Aquarellbilder aufhängen wollen, wie groß dürfen diese sein?

Bekommen die dann einen dünnen oder dicken Rahmen?

Bekommen die dann ein Passepartout?

Wollen Sie eher genau und klein oder groß und schwungvoll malen?

Haben Sie schon gemalt / gezeichnet?

Wenn ja, auf welchem Format haben Sie sich wohlgefühlt?

Wenn nein, dann sind Sie durch das Schreiben verdorben und bleiben eher bei den Formaten unterhalb DIN A3.

Schwungvoll geht erst ab etwa DIN A4 aufwärts. Da kann man sich richtig austoben.

Wissenswertes zu Aquarellpapier

Aquarellpinsel

Grundausstattung Aquarell malen: Pinsel, Aquarellfarbkasten auf Papierblöcken
So könnte Ihr erstes Set aussehen. Aquarellblock, Aquarellfarbenkasten mit halben Näpfchen und kleines Pinselset

Merken Sie etwas. Wir sind bei der Grundausstattung immer noch nicht bei den Farben.

So nun also zu den Pinseln. Genauer gesagt zu den Größen, dieser Pinsel.

Ich könnte wetten, dass Sie schon mal diese dicken, fetten, wohlgeformten Aquarellpinsel bei den Profis gesehen haben. Ganz tolle Pinsel, die auch richtig Geld verschlingen. Aber davon wollen wir erst mal nichts wissen.

Detailaufnahme zweier Pinsel, 1 * Kunsthaar, 1 * Naturhaar
Ein Naturhaarpinsel (trocken, nass hat auch er eine wunderbare Sitze) und unten eine Kunsthaarpinsel der neusten Generation, mit ausgeprägter Spitze und großem Körper

Unsere ersten Pinsel haben Kunsthaare sind eher zu klein als zu groß. Der Umgang mit den kleinen Pinseln ist wesentlich leichter zu erlernen, als der mit den großen.

Hier tut es ein kleines Pinselset, das für die Aquarellmalerei geeignet ist.

Dennoch müssen wir etwas auf die Größe der Pinsel eingehen und diese hängt maßgeblich auch von gewählten Papierformat ab.

Bleiben Sie bei ca. DIN A5, dann tut ein Set mit Präzisionspinseln.

Bleiben Sie unter DIN A3, dann tun es die üblichen Sets.

Wenn Sie darüber hinausgehen, dann greifen Sie lieber zu einzelnen, größeren Aquarellpinseln oder gar weichen Streichpinseln, wie sie bei Anstreichern üblich sind.

Man sollte ein Viertel der Fläche innerhalb weniger Minuten mit einer Farbe bedecken können, ohne dass größere Trockenränder auftreten.

Einige sinnige Aquarellpinsel für Aquarelle malen
Aquarellpinsel Erstausstattung bis etwa DIN A3 von oben:

1) größere Flächen, Verwaschungen
2) Flachpinsel für Effekte, dicke, dünne Linien mit einer oder mehreren Farben
3) Rundpinsel mittelgroß für einfach alles
4) Liner, Strichzieher für dünnste, lange Striche
5) Detailpinsel

Aquarellfarben für eine Grundausstattung

Jetzt erst kommen wir zu den Farben.

kleiner, gebrauchter Aquarellfarbkasten
kleinerer Aquarellfarbenkasten mit halben Näpfchen für Formate bis etwa DIN A3; Künstlerqualität

Zuerst ein Wort zur Qualität. Es gibt für mich zwei wichtige Kriterien zur Qualität.

1. Farbe muss Farbe sein

Wenn ich mit meinem nassen Pinsel in die Farbe gehe und diese im Näpfchen anlöse, dann will ich, dass der Pinsel auch diese Farbe annimmt und das meine ich nicht als Eigenschaft des Pinsels. Es gibt leider Farben, die sind so mit günstigen Füllstoffen überladen, dass man wirklich nur jeweils einen Hauch der eigentlichen Farbe aufnehmen kann.

Manche werden nun sagen, bei manchen Farben ist das einfach der Fall. Ja – es gibt Pigmente, die sehr transparent sind oder erst in Verbindung mit dem Untergrund wirken, aber wenn es alle Farben eines Kastens betrifft, dann stimmt etwas nicht.

2. Lichtechtheit

Was ich auch gar nicht mag: Aquarellfarben, eigentlich alle Farben, die nicht richtig lichtecht sind. Sprich man malt ein tolles Bild, hängt es auf und nach wenigen Wochen sieht es schon gänzlich anders aus.

Ich habe selbst einige Zeit recht große Leinwände (80×80) im Mixed-Media-Stil bemalt und dabei übliche Schul-Ölpastelle verwandt. Nach 1 bis 2 Jahren im Lager (dunkel, kühl) waren die Bilder kaum mehr wiederzuerkennen.

Für meine Tochter hatte ich einen ganz bunten, pastelligen Wasserfarbkasten gekauft. Die Bilder haben nur wenige Wochen gehalten und übrig blieben ganz helle, nahezu wieder weiße Blätter.

Manche Farbtöne sind kritischer als andere, aber bewusste Hersteller werden immer versuchen die besten Pigmente, passend zum Preis des Kastens, auszuwählen.

Aquarellfarbkästen

kleiner, gebrauchter Aquarellfarbkasten
kleinerer Aquarellfarbenkasten mit halben Näpfchen für Formate bis etwa DIN A3; Künstlerqualität

Aquarellkasten komplett, einzeln bestücken, Näpfchen oder Tuben?

Als Anfänger ist die Auswahl der Farben (Farbtöne) noch recht schwierig und die Vorlieben kristallisieren sich erst nach und nach raus. Daher ist ein fertig ausgestatteter Aquarellfarbkasten mit halben Näpfchen zuerst einmal die beste Wahl.

Dies gilt zumindest bis etwa DIN A3.

Darüber würde ich auf ganze Näpfchen bestehen oder aber gleich zu Aquarellfarben in Tuben greifen.

Warum? Nun ja- bei großen Formaten benutzen wir größere Pinsel und die machen wir uns in diesen kleinen Halb-Näpfchen eher kaputt. Je größer dabei das Näpfchen ist, desto besser. Das schont die Pinsel und die Nerven und letztendlich auch den Geldbeutel.

Ein Set für Aquarell

Sie haben es schon geahnt: DIE Grundausstattung für Aquarellmalerei gibt es nicht, aber ….

Die Bestandteile sind klar und anhand der Formatfestlegung des Aquarellpapiers auch bestimmbar.

  1. Aquarellblock, rundum geleimt
    für Anfänger der Aquarellmalerei die beste und einfachste Wahl,
    vor allem als Geschenk.
  2. Aquarellkasten mit mindestens 8 bis 12 Farben
    Entweder halbe, ganze Näpfchen oder Tuben.
    Am Besten, wenn schon eine oder mehrere Mischflächen integriert sind.
  3. Pinselsets die für Aquarell geeignet sind und in der Größenabstufung zum Format des Aquarellblocks passen.

Bilder kommen in Kürze.

(c) Mal-Tipps.de, Piet

1 Kommentar zu „Welche Grundausstattung brauche ich beim Aquarell?“

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