Darstellung verschiedener Aquarellfarben: Porzellanpalette, Aquarellstick, Aquarellstift, Aquarellfarben in Tuben, Aquarellfarben flüssig und Aquarellkasten mit Näpfchen -> Aquarellfarben einkaufen

Aquarellfarben kaufen (Teil 1)

Was ist wichtig bei Kauf von Aquarellfarben?

Aquarellfarben auswählen und kaufen kann schwierig sein – auch als Anfänger oder gerade als Anfänger

Darstellung verschiedener Aquarellfarben: Porzellanpalette, Aquarellstick, Aquarellstift, Aquarellfarben in Tuben, Aquarellfarben flüssig und Aquarellkasten mit Näpfchen -> Aquarellfarben einkaufen
Unten ein Aquarellfarbkasten mit halben Näpfchen, dann links eine kleine Porzellanpalette, dann ein Aquarellstick, ein Aquarellstift, eine Tube Aquarellfarbe und letztendlich ein Fläschchen mit flüssiger Aquarellfarbe.

Das ist jetzt eigentlich etwas schwierig, da ich nicht weiß mit welchem Vorsatz Sie ans Aquarellmalen herangehen.

Ich möchte mal drei Arten unterscheiden, denn dann kann ich besser sagen, was wirklich wichtig für Ihre Auswahl an Aquarellfarben ist.

Typ 1: Just for fun, also einfach nur so zum Spass

Typ 2: Ich will das jetzt mal lernen und vielleicht hänge ich mir auch mal ein paar Bilder auf.

Typ 3: Ich will Aquarelle malen und die Guten auch verkaufen.

Jetzt überlege ich gerade, welche Reihenfolge ich nehme. Sollte die zukünftige Profi auch die anderen Abhandlungen lesen oder der „fun-Typ“ auch wissen was für den Profi gilt? – Er könnte ja so gut werden, dass er Profi wird.

Also ich fange mit Typ 3 an.

Aquarellfarben für den zukünftigen Profi kaufen

kleine Porzellanpalette für Kleinformate;
Bestücken aus der Tube, mit Pinsel aus dem Näpfchen oder direkt mit flüssigen Aquarellfarben.

Was ist wichtig? Mit dem Umgang der Farben werden Sie sich anfreunden. Manche sind „flüssiger“, manche transparenter, manche granulieren mehr, und und und Aber das werden Sie in den Griff bekommen.

Was Sie nicht in den Griff bekommen werden und sich dafür Jahre lang hassen werden, wenn Sie nicht von Anfang an möglichst lichtechte Aquarellfarben gekauft haben und auf ein gutes Papier setzen.

Welche Farben sind lichtecht? Die renommierten Hersteller von Aquarellfarben oder Farben im Allgemeinen weißen die Lichtechtheit der einzelnen Farben aus.

Diese ist nicht über alle Farben gleich gut. Manche Pigmente sind stabiler als andere. Sehen Sie sich dazu mal eine Farbkarte eines Herstellers an. Sie finden diese einfach über Google. Suchen Sie mal nach „aquarellfarben farbkarte“

Bei den englischen finden Sie dann „ASTM Lightfastness Rating (LR)“ oder bei den deutschen Karten die Lichtechtheit mit Sternchen dargestellt. Meist, je mehr Sternchen, desto stabiler ist die Farbe. Sehen Sie sich die Legende der jeweiligen Farbkarte an. Manche Hersteller gehen bis 3 Sterne, manche bis 5 Sternen.

Als potentieller Aquarellprofi sollten Sie von Anfang an auf die Farben der renommierten Hersteller setzen und sich die „Künstlerfarben“ leisten.

Die meisten Hersteller führen zwei Serien. Einmal eine nicht schlechte, aber günstigere Serie, die meist als Studienfarben bezeichnet werden. Zum anderen eine Serie, die für die professionellen Künstler gedacht ist, die aber alle eigentlich nur gut tut. Im Englischen gerne als „Artist Grade“ bezeichnet.

Eigentlich wollte ich Marken etwas außen vor lassen, aber das wird jetzt schwierig.

Bleiben wir mal für’s Aquarellfarben kaufen in Europa.
(Was mir gerade so an renommierten Herstellern einfällt.)
Wir haben z.B.

Schmincke und Lukas in Deutschland

Winsor & Newton und Derwent aus England

Sennelier aus Frankreich

BlockX aus Belgien

RoyalTalens aus Holland

und und und

Die meisten davon haben also mindestens zwei Serien im Angebot eine Studien- / Akademie-Serie und eine Künstler- / Artist-Serie.

Ich mach das Aquarellmalen als Hobby.

Aquarellfarben in halben Näpfchen

Wie Sie oben gelesen haben, bieten Hersteller meist zwei Serien an. Ihnen steht die Studien- oder Akademiequalität eines guten Herstellers gut an. Wenn es am Geld nicht mangelt, dann gerne auch die bessere Serie oder ein Mix aus den Serien.

Achten Sie aber beim Aquarellfarben kaufen auf einen renommierten Hersteller. Sie tun sich leichter, auch mit dem Nachkauf einzelner Farben. Und wahrscheinlich sind Ihre Ergebnisse mit guten Farben doch einen Tick besser.

Wenn Sie das als Hobby machen wollen, dann werden Sie von Anfang an etwas mehr investieren wollen und vielleicht einen größeren Aquarellfarbkasten wählen.

Wenn ich etwas empfehlen darf, dann nehmen Sie einen Kasten mit mindestens 24 Farben. Warum? Sie werden die einzelnen Farben so nach und nach kennen lernen und einzelne davon für Ihren Stil schätzen lernen. Andere fliegen raus, weil Sie sie nicht mögen. Dann haben Sie aber die Möglichkeit Ihren Kasten so nach und nach mit Ihren Farben zu füllen und falls nicht schon geschehen auf ganze Näpfchen oder gar Tuben zu wechseln.

Start mit mind. 24 halben Näpfchen im Aquarellkasten, der dann zum 12er mit ganzen Näpfchen wird.

Just for fun, nur mal so zum Zeitvertreib

Metallic-Farbkasten mit halben Näpfchen; Detailansicht

Schauen Sie sich Bilder an, die Ihnen gefallen. Sind diese eher harmonisch oder aber sehr bunt? Sind diese sogar mit Metallicfarben aufgepeppt? Sind vielleicht sogar Neonfarbtöne dabei?

Damit Sie nach und nach Aquarellbilder malen, die den Bildern, die Ihnen gefallen, ähnlich sind. Sollten Sie die Farbauswahl beim Aquarellfarbenkauf so treffen, dass ein Farbkasten Ihnen alles bietet, was Sie brauchen. Vielleicht ist es nicht nur ein Kasten (Kästchen), sondern noch ein kleiner mit Metallicfarben und noch einer mit Neonfarben.

Manche Farbkästen, mit 48 oder gar mehr Farben, bringen schon alles mit, meist aber fehlen die letzten beiden Typen in den normalen Farbkästen.

Welche Qualitätsstufe brauchen Sie?

Auch die günstigen Farbkästen machen Spass. Man sollte nur nicht die „billigen“ nehmen. Ein umfangreicher Aquarellkasten unter 10.- € kann einfach nichts sein.
Damit werden Sie nicht froh, denn damit ist ein Verhalten, wie es Aquarellfarben, entwickeln, gar nicht möglich. Billig bedeutet hier, dass die Farben mit Füllstoffen gestreckt werden um bei der Produktion Geld zu sparen. Diese verhalten sich dann gänzlich anders und die Begeisterung, die Aquarellfarben beim Malen sonst auslösen fehlt und damit auch der Spaß.

Wenn Sie Aquarellfarben, Aquarellkästen kaufen, dann legen Sie 20 bis 30.-€ für Farben; 10.- € für 2 bis 3 Aquarellpinsel und ein paar Euro für Aquarellpapier an, dann kann Malen Spaß machen.

Warum nicht die Deckfarbenkästen?

Detailansicht Deckfarbenkasten

Wir kennen die Deckfarbenkästen noch aus unserer Schulzeit.

Ich muss ja sagen, die können beim Malen ganz schön Spaß machen und sind für Anfänger durchaus auch eine Möglichkeit – ABER …

Deckfarben bieten nicht die gleichen Effekte und Erfahrungen, wie mit Aquarellfarben.

Ich selbst nutze beides; nicht zusammen in einem Bild (nun ja selten).

Auch Deckfarben haben Ihre Berechtigung, allerdings nutze ich dann nicht die Deckfarben, die wir aus der Schule kennen, sondern Künstlerfarben guter Hersteller. (Lascaux, Caran d’Ache)

Wenn Sie aber einfach zum Spaß mal malen wollen, dann graben Sie ruhig mal Ihren alten Schulmalkasten aus.

Gleich kommt Teil 2 von Aquarellfarben kaufen

Link zu Teil 2

1 Kommentar zu „Aquarellfarben kaufen (Teil 1)“

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