Aquarellpapier in Blockform

Wissenswertes zu Aquarellpapier (Teil 3)

Jetzt haben wir die Themen „Aquarellpapier wellt sich“ und „Aquarellpapier aufspannen“ gerade gelesen und wollen nun zum Format und zur Oberfläche kommen.

Welches Format (DIN A5, DIN A4 , DIN A3, …)?

Aquarellpapier gibt es von mini bis riesengroß. Was ist mini? Nun ja, im Handel findet man das alte Postkartenformat nach wie vor. Es ist sogar sehr beliebt. Gerade für individuelle Post sind die Aquarellpostkarten ein Segen. Da fällt mir ein, ich müsste mal wieder einige versenden. Habe ich selbst schon lange nicht mehr gemacht.

Was ist groß? Die größten Aquarellpapiere, die ich am Stück gesehen habe, sind Aquarellpapierrollen mit 1,80 m Höhe und 10, 12 oder 20 m Länge. Diese werden aber nicht komplett bemalt, das habe ich zumindest noch nie gehört, würde mich selbst aber ziemlich reizen.

Aber zurück zu Anfängern. Das Format bestimmt die Aquarellpinsel und auch die Farben (Näpfchen oder Tube). Die meisten werden mit etwa DIN A4 oder DIN A3 anfangen. DIN A3 kennen wir noch aus der Schule. Die Schulmalblocks haben generell diese Größe. Ich finde, das ist für den Anfang auch angeraten.

Ich empfehle Aquarellblocks ca. DIN A3 – Warum?

Es geht nicht darum genau DIN A3 zu haben, aber etwas zwischen A4 und A3 ist für Anfänger ideal. Das hängt mit dem Unterschied von Schreiben, zu Zeichnen und Malen zusammen.

Wir schreiben recht klein auf DIN A4 und benutzen dazu unsere Hand. Sprich – wir schreiben mit dem Handgelenk und etwas Bewegung in den Fingern.

Wir zeichnen und malen aber, nach Möglichkeit, nicht mit dem Handgelenk, sondern mit dem Ellenbogen, eher noch mit der Schulter.

Dazu braucht man etwas Platz. Um also schwungvoller malen zu können, braucht man etwas mehr als DIN A4. Wenn man kleiner malen will, kann man immer noch einen Rand stehen lassen, der eh im Laufe der Karriere immer wichtiger wird. Denn Weißraum lässt die Arbeit wirken. (Passepartout)

Natürlich ist es auf größeren Aquarellpapieren etwas schwerer einen durchgängigen Farbverlauf hinzubekommen, aber das schult ungemein.

Größe – check —— Oberfläche Aquarellpapier?

Doch nun zur Oberfläche des Aquarellpapiers.

Vielleicht haben Sie schon mal Aquarellpapier gesehen, in der Hand gehabt.

Es ist anders als das normale Zeitungspapier, als Kopierpapier, als der Schulmalblock. Es ist schwerer, es ist steifer, es ist vielleicht rauer und es ist leider auch teurer.

Doch nun zum Aspekt der Oberfläche. Es gibt sehr glattes, feines, weißes Papier. Dieses dürfte meist mit „satiniert“, „hot pressed“, „Heißpressung“, „glatt“ beschriftet sein. (Natürlich auf der Verpackung. :-))

Im Gegensatz dazu gibt es sehr raues Papier („rau“, „rough“).

Und natürlich viele Spielarten dazwischen. Auch bewusst strukturierte Aquarellpapiere gibt es, die dann zum Beispiel eine Leinenstruktur verpasst bekamen.

Also von rau bis glatt! Doch was nehme ich jetzt?

Satiniertes oder mattes Aquarellpapier für den Anfänger?

Anhand der Überschrift denken Sie es wohl schon, wirklich raues Papier ist nichts für den Anfänger. Der Umgang damit bedarf etwas Erfahrung.

Satiniertes, also glattes Papier ist toll, bringt die Farben zum strahlen und ist recht schnell beherrschbar. Farben verlaufen darauf aber wesentlich schneller, was Anfängern oft Probleme macht.

Aber ein mattes, leicht strukturiertes Papier ist für den Anfänger am Besten.
Es ist ein guter Mittelweg ohne die Probleme der anderen Papiere.

Bild folgt …

Teil 4 folgt in Kürze (Hochweiß, weiß, beige, natur, …)

(c) Mal-Tipps.de, Piet

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.